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MVP

Die 5 teuersten MVP-Fehler – und wie Sie sie vermeiden

20. November 20255 Min. LesezeitWolfgang Müller
5 teure MVP Fehler

80% aller MVPs scheitern. Nicht an der Idee, sondern an vermeidbaren Fehlern. Diese 5 Fehler sehen wir immer wieder – und so umgehen Sie sie.

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Ein MVP (Minimum Viable Product) soll schnell und günstig validieren, ob eine Produktidee funktioniert. In der Theorie. In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Fehler, die aus dem "Minimum" ein teures Großprojekt machen.

Fehler 1: Das "MVP" ist eigentlich ein fertiges Produkt

Das Problem:

"Minimum" wird ignoriert. Die Feature-Liste wächst und wächst. Am Ende hat das MVP 20 Features, die "unbedingt rein müssen".

Warum das teuer wird:

  • 6 Monate Entwicklung statt 4 Wochen
  • Hohe Kosten, bevor der erste Kunde zahlt
  • Keine Validierung, ob die Kernidee funktioniert

Die Lösung:

Ein MVP braucht ein einziges Kernfeature, das den Hauptnutzen beweist. Alles andere ist Version 2.

Faustregel: Wenn Sie Ihr MVP nicht in einem Satz beschreiben können, ist es zu komplex.

Fehler 2: Zu früh auf Skalierung optimieren

Das Problem:

"Wir brauchen eine Architektur, die 1 Million User aushält." Für ein Produkt mit null Usern.

Warum das teuer wird:

  • Kubernetes-Cluster statt einfachem Server
  • Microservices statt Monolith
  • 3 Monate Infrastruktur, 1 Monat Produkt

Die Lösung:

Starten Sie mit der einfachsten Architektur, die funktioniert. Ein Next.js-Monolith auf Vercel skaliert problemlos auf 100.000 User. Wenn Sie die erreichen, haben Sie Budget für Optimierung.

Faustregel: Optimieren Sie für Probleme, die Sie tatsächlich haben – nicht für hypothetische.

Fehler 3: Kein echtes Kundenfeedback vor der Entwicklung

Das Problem:

Die Idee klingt im eigenen Kopf brillant. Also wird entwickelt. Erst nach 3 Monaten fragt jemand: "Will das überhaupt jemand haben?"

Warum das teuer wird:

  • Produkt am Markt vorbei entwickelt
  • Features, die niemand braucht
  • Pivot kostet nochmal genauso viel

Die Lösung:

Bevor eine Zeile Code geschrieben wird:

  • 10 Gespräche mit potenziellen Kunden
  • Landing Page mit Warteliste
  • Konkurrenzanalyse

Faustregel: Wenn Sie keine 10 Leute finden, die das Problem haben, lösen Sie das falsche Problem.

Fehler 4: Der falsche Tech-Stack

Das Problem:

Das Entwicklerteam will die neueste Technologie ausprobieren. Oder der Gründer hat "gehört, dass man das heute mit X macht".

Typische Beispiele:

  • Blockchain für ein CRM
  • KI für eine simple Datenbank-Anwendung
  • Native Apps für beide Plattformen statt einer PWA

Warum das teuer wird:

  • Lernkurve für neue Technologien
  • Weniger verfügbare Entwickler
  • Mehr Bugs, längere Entwicklung

Die Lösung:

Langweilige Technologie ist gute Technologie. Next.js, PostgreSQL, Tailwind – ausgereift, gut dokumentiert, viele Entwickler verfügbar.

Faustregel: Nutzen Sie neue Technologie nur, wenn sie einen echten Vorteil für IHR Produkt bringt.

Fehler 5: Kein Budget für nach dem Launch

Das Problem:

Das gesamte Budget fließt in die Entwicklung. Am Launch-Tag ist die Kasse leer.

Warum das teuer wird:

  • Kein Marketing-Budget
  • Keine Ressourcen für Bugfixes
  • Keine Iteration basierend auf Nutzerfeedback

Die Lösung:

Planen Sie 50% des Budgets für nach dem Launch ein:

  • 20% Marketing/Kundenakquise
  • 20% Iteration/Verbesserungen
  • 10% Puffer für Unvorhergesehenes

Faustregel: Der Launch ist der Anfang, nicht das Ende.

Wie wir bei codehero MVPs bauen

Unser MVP-Prozess ist darauf ausgelegt, diese Fehler zu vermeiden:

  1. Discovery Workshop (Tag 1-2): Wir challengen Ihre Idee, definieren das echte MVP
  2. Design Sprint (Woche 1): Klickbarer Prototyp für erstes Nutzerfeedback
  3. Development Sprint (Woche 2-4): Fokussierte Entwicklung des Kerns
  4. Launch & Learn (Woche 4+): Deployment, erste Nutzer, Iteration

Ergebnis: Ein echtes MVP in 4 Wochen, das Sie testen können – nicht ein Halb-Produkt nach 6 Monaten.

Nächste Schritte

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WM
Wolfgang Müller
CEO & Fullstack-Developer