E-Rechnungspflicht · XRechnung · ZUGFeRD · EN 16931
E-Rechnung: Pflicht, Formate & technische Umsetzung für Unternehmen
Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes B2B-Unternehmen E-Rechnungen empfangen können — die Ausstellungspflicht folgt 2027/2028. Wir setzen XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931 technisch um: per API-Integration in euer ERP, in Stripe und DATEV. Automatisch statt Handarbeit.
ZUGFeRD 2.3 (CII) erkannt
urn:cen.eu/en16931:2017
- BT-1 Rechnungsnummer vorhandenOK
- BT-5 Währung: EUROK
- Summenprüfung: Netto + USt = BruttoOK
- BT-9 Fälligkeitsdatum fehltHINWEIS
- BT-44 Käufername fehltFEHLER
Typisches Prüfergebnis — testet eure Rechnung im kostenlosen Validator.
- 01/2025
- Empfangspflicht für alle (B2B)
- 01/2027
- Ausstellungspflicht ab 800 T€
- 01/2028
- Ausstellungspflicht für alle
- EN 16931
- die Norm hinter allen Formaten
Grundlagen
Was ist eine E-Rechnung —
und was ist keine?
Kurz gesagt
Eine E-Rechnung ist ein strukturierter XML-Datensatz nach EN 16931, den Software automatisch verarbeiten kann. Ein eingescanntes oder per E-Mail verschicktes PDF ist keine E-Rechnung — es zählt seit 2025 nur noch als „sonstige Rechnung“.
Eine E-Rechnung (elektronische Rechnung) ist nach § 14 UStG eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Rechnungsformat ausgestellt, übermittelt und empfangen wird — und die eine automatische maschinelle Verarbeitung ermöglicht. Maßgeblich ist die europäische Norm EN 16931: Sie definiert, welche Daten (z. B. Rechnungsnummer, Beträge, Steuersätze) in welcher Struktur enthalten sein müssen. In Deutschland erfüllen vor allem zwei Formate diese Anforderung: XRechnung als reines XML und ZUGFeRD als hybrides PDF mit eingebettetem XML.
PDF vs. E-Rechnung: der entscheidende Unterschied
„Digitale Rechnungen“ verschicken viele Unternehmen seit Jahren — meist als PDF per E-Mail. Genau hier liegt das Missverständnis: Ein PDF ist nur ein Bild einer Rechnung. Der Empfänger (oder seine Software) muss Beträge, Positionen und Steuersätze wieder herauslesen — per Hand oder fehleranfälliger Texterkennung. Eine echte E-Rechnung liefert dieselben Informationen als maschinenlesbares XML: Jedes Feld ist eindeutig definiert, die Buchhaltungssoftware verarbeitet die Rechnung ohne Abtippen, ohne OCR, ohne Übertragungsfehler.
Die E-Rechnungspflicht ist weniger ein Steuerthema als ein Datenthema: Wer sie sauber integriert, spart bei jeder einzelnen Rechnung manuelle Arbeit — beim Ausstellen wie beim Empfangen.
Der Gesetzgeber zieht daraus die Konsequenz: Seit dem 1. Januar 2025 gelten Papier und einfache PDFs im B2B-Geschäft nur noch als „sonstige Rechnungen“ — sie dürfen übergangsweise weiter genutzt werden, verlieren aber Schritt für Schritt ihre Zulässigkeit. Die Zukunft der Rechnung ist strukturiert, validierbar und automatisiert.
Ein PDF ist keine E-Rechnung
Auch nicht als PDF/A, auch nicht mit sauberem Layout. Ohne strukturierten XML-Datensatz nach EN 16931 gilt eine Rechnung seit 01/2025 nur noch als „sonstige Rechnung“.
Compliance-Radar
E-Rechnungspflicht: die Fristen
2025 bis 2028.
Die Pflicht kommt gestaffelt — aber sie kommt für alle. Wer den Empfang schon gelöst hat, sollte jetzt die Ausstellung automatisieren, bevor 2027/2028 der Zeitdruck steigt.
- 01/2025Pflicht aktiv
Empfangspflicht für alle
Jedes B2B-Unternehmen in Deutschland muss E-Rechnungen nach EN 16931 empfangen und verarbeiten können — unabhängig von der Größe.
- 12/2026Übergang endet
Schonfrist für Papier & PDF läuft aus
Bis Ende 2026 dürfen Rechnungen mit Zustimmung des Empfängers noch als Papier oder einfaches PDF gestellt werden — danach nicht mehr generell.
- 01/2027Frist läuft
Ausstellungspflicht ab 800.000 €
Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz müssen B2B-Rechnungen als E-Rechnung (XRechnung oder ZUGFeRD) ausstellen.
- 01/2028Frist läuft
Ausstellungspflicht für alle
Die E-Rechnungspflicht gilt für alle inländischen B2B-Umsätze — auch EDI-Verfahren müssen EN-16931-kompatibel sein.
Elektronische Rechnungsformate
Die Formate: XRechnung, ZUGFeRD,
EN 16931 & Peppol.
Alle zulässigen Formate basieren auf derselben Norm — der EN 16931. Sie unterscheiden sich darin, wie das XML verpackt und übertragen wird. So ordnen wir sie ein:
| Kriterium | XRechnung | ZUGFeRD 2.x | Peppol BIS 3.0 | Einfaches PDF |
|---|---|---|---|---|
| Technische Basis | reines XML (UBL oder CII) | Hybrid: PDF/A-3 mit XML-Anhang | UBL-XML + Übertragungsnetzwerk | nur Bilddatei, keine Struktur |
| EN-16931-konform | ja, ab Profil EN 16931 | |||
| Gilt als E-Rechnung (§ 14 UStG) | ||||
| Für Menschen lesbar | nur mit Viewer | ja (PDF-Ansicht) | nur mit Viewer | ja |
| Pflichtformat beim Bund (B2G) | ja, mit Leitweg-ID | teils akzeptiert | ja, als Übertragungsweg | |
| Ideal für | Behörden & vollautomatische Verarbeitung | B2B-Alltag: Mensch und Maschine | internationale Zustellung | nicht mehr zulässig als E-Rechnung |
Die wichtigsten Begriffe im Überblick
- EN 16931Norm
- Die europäische Norm für die elektronische Rechnung. Sie definiert das semantische Datenmodell — die Pflichtfelder (BT-Felder) und Geschäftsregeln, die jede E-Rechnung erfüllen muss.
- XRechnungStandard
- Der deutsche Standard (CIUS) auf Basis der EN 16931 — reines XML ohne Bildanteil. Pflichtformat für Rechnungen an Bund und viele Länder („XRechnung Bund").
- ZUGFeRDFormat
- Hybrides Format: ein PDF/A-3 zum Lesen mit eingebettetem XML zum maschinellen Verarbeiten. Ab Profil EN 16931 als E-Rechnung zulässig. International als Factur-X bekannt.
- PeppolNetzwerk
- Ein europäisches Übertragungsnetzwerk für E-Rechnungen und Geschäftsdokumente. Über zertifizierte Access Points werden Rechnungen sicher und adressierbar zugestellt.
- Leitweg-IDB2G
- Die Adressierungs-ID für Rechnungen an deutsche Behörden. Ohne korrekte Leitweg-ID wird eine XRechnung an den Bund (ZRE/OZG-RE) nicht angenommen.
- BT-FelderTechnik
- Die „Business Terms" der EN 16931 — durchnummerierte Pflicht- und Kannfelder wie BT-1 (Rechnungsnummer), BT-5 (Währung) oder BT-115 (fälliger Betrag).
Engineering statt Insellösung
E-Rechnung technisch umsetzen:
API statt Handarbeit.
Die Pflicht lässt sich mit einem Portal-Login „irgendwie“ erfüllen — oder als Chance nutzen: Wir integrieren E-Rechnungen direkt in eure Systeme. Zahlungen aus Stripe werden automatisch zu ZUGFeRD-Rechnungen, Belege fließen strukturiert nach DATEV und euer ERP wird per Schnittstelle angebunden — Erzeugen, Empfangen, Validieren und Archivieren laufen dann ohne manuelle Schritte.
Eigene Rechnungs-Pipeline
Erzeugung von XRechnung und ZUGFeRD aus euren Systemen — als Service auf AWS Lambda, versioniert, getestet und skalierbar.
- AWS Lambda
- XRechnung
- ZUGFeRD
Validierung & Archivierung
Eingehende E-Rechnungen werden automatisch gegen EN 16931 validiert und GoBD-konform revisionssicher archiviert.
- EN 16931
- GoBD
- Revisionssicher
Peppol & Versandkanäle
Zustellung über Peppol, E-Mail oder Portale wie ZRE/OZG-RE — inklusive Leitweg-ID-Handling für Rechnungen an Behörden.
- Peppol
- ZRE / OZG-RE
- Leitweg-ID
Warum codehero
Wir reden nicht über E-Rechnung.
Wir bauen sie — in Produktion.
ZUGFeRD-Erzeugung, EN-16931-Validierung und DATEV-Übergabe laufen bei uns und unseren Kunden täglich automatisiert — als Code, nicht als Konzeptpapier.
- Eigenes ZUGFeRD-Tooling
- Wir erzeugen XRechnung und ZUGFeRD programmatisch aus Systemdaten — inklusive Prüfsummen, Steuerlogik und PDF/A-3-Einbettung.
- Event-getriebene Pipelines
- Stripe-Zahlung, ERP-Beleg oder Webhook — Rechnungen entstehen als Reaktion auf Events, serverless auf AWS, ohne Nachtjobs und Handarbeit.
- Validierung eingebaut
- Jede erzeugte und empfangene Rechnung läuft gegen EN-16931-Prüfregeln — Fehler fallen sofort auf, nicht erst beim Steuerberater.
- Bis in die Buchhaltung
- Wir hören nicht beim XML auf: DATEV-Übergabe, GoBD-Archiv und Belegfluss zum Steuerberater gehören zur Umsetzung dazu.
Kostenloses Tool
E-Rechnung kostenlos validieren —
direkt im Browser.
Ist eure XRechnung oder ZUGFeRD-Datei konform? Unser Validator prüft Format, EN-16931-Pflichtfelder und Summen in Sekunden — komplett lokal in eurem Browser. Ihre Rechnung verlässt nie Ihren Rechner — kein Upload, kein Server, DSGVO-sauber.
- Formaterkennung: XRechnung (UBL) & ZUGFeRD (CII)
- Pflichtfeld-Check mit BT-Referenzen nach EN 16931
- Summenprüfung: Netto + Steuer = Brutto
- Ampel-Ergebnis mit konkreter Fehlerliste
XML oder PDF wählen
XRechnung-XML hochladen, ZUGFeRD-PDF prüfen oder XML-Text direkt einfügen.
100 % lokal geprüft
Die Prüfung läuft vollständig im Browser — es wird nichts an einen Server gesendet.
Ergebnis mit BT-Referenzen
Ampel-Status plus Fehlerliste mit den betroffenen EN-16931-Feldern — sofort nachvollziehbar.
Schnellprüfung der wichtigsten Pflichtfelder — ersetzt keine vollständige Schematron-Validierung.
So läuft die Umsetzung
In vier Schritten zur automatisierten E-Rechnung.
Von der Ist-Analyse bis zum Go-Live mit Validierung und GoBD-Archiv — pragmatisch, nachweisbar, ohne Prozessbruch.
- AnalyseIst-Aufnahme: Wo entstehen Rechnungen, wo werden sie empfangen, welche Systeme sind beteiligt?
- FormatwahlXRechnung, ZUGFeRD oder beides — abhängig von Kunden, Behördenkontakt und Buchhaltungsprozess.
- IntegrationAnbindung per API an ERP, Stripe und DATEV — Erzeugung, Empfang und Validierung laufen automatisch.
- Go-Live & NachweisTestrechnungen gegen Validatoren, GoBD-konforme Archivierung, Übergabe mit Dokumentation.
Fragen zur E-Rechnung.
E-Rechnungspflicht steht an — oder drückt schon?
Wir analysieren eure Rechnungsprozesse und integrieren XRechnung & ZUGFeRD sauber in ERP, Stripe und DATEV — bevor 2027/2028 der Zeitdruck steigt. Antwort innerhalb von 24 Stunden.